Bürgermeister erhält starkes Verhandlungsmandat

Der Gemeinderat hat den offiziellen Einstieg in die Gespräche mit den Umlandgemeinden zur Bildung eines Schulverbandes oder einer öffentlich rechtlichen Vereinbarung mit den Nachbarkommunen beschlossen.
Laut Schulgesetz haben alle Kommunen die Schulträgerpflicht, egal ob die Kinder am Ort zur Schule gehen oder in einen anderen Ort.
Es geht dabei nicht um ein paar Schüler, denn 70% der Schüler kommen aus Umlandgemeinden. Damit kann das Thema Schulträgerpflicht für die Umlandkommunen nicht ignoriert werden, zumal Sanierungskosten von fast 50 Mio. € anstehen.
Selbstkritisch kann man sagen, dass beim Gymnasium Plochingen von Anfang an ein Konstruktionsfehler vorliegt: eine Vereinbarung müsste es schon lange geben.

Bürgermeister erhält starkes Verhandlungsmandat

Eine belastbare Planung mit Kosten liegt vor, die obere Schulbehörde hat die Einschätzung vertreten, dass sie die Nachbarkommunen in der Pflicht der Mitfinanzierung für das Plochinger Gymnasium sehen. Alle im Vorfeld der Verhandlungen von den Umlandgemeinden vorgebrachten Kritikpunkte werden aufgenommen, dazu gehören auch die Bedenken zur Fortsetzung von G8/G9.

G8/G9 am Gymnasium: „Nichts wird ausgebremst“

Als CDU Plochingen haben wir uns nach intensiven Gesprächen mit Schule und Eltern klar für die Beibehaltung des „Schulversuches zum Abitur mit zwei Geschwindigkeiten G8/G9“ ausgesprochen und der Gemeinderat hat dies auch beschlossen.
Allerdings, wir müssen die in Vorgesprächen geäußerten Bedenken dazu der Nachbarkommunen aufnehmen. Die Nachbarkommunen müssen zusammen mit ihren Gremien und Elternvertretern die gleiche Chance bekommen, sich eine fundierte Meinung zu bilden. Wie würden wir reagieren, wenn wir zu Gesprächen eingeladen würden, wo es nur darum geht „bezahlen“ aber der Andere bestimmt!

Unsere Einschätzung

Zur Fragestellung G8/G9 werden die Nachbarkommunen am Ende zum gleichen Ergebnis kommen wie wir. Würden wir Plochinger dies aber im Vorfeld, wie von der OGL gefordert, diktatorisch festlegen, würden die Gespräche schon im Ansatz scheitern. Wir könnten dann gleich das Kultusministerium und die Gerichte bemühen.

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