Respektloser Vorschlag zur Finanzierung eines Stadtbades

Dass für die Schulstadt Plochingen ein Hallenbad wichtig und wünschenswert ist, steht außer Frage. Bei der Lösung der Aufgabe gelangt man schnell an drei Fragestellungen: Wir groß soll das Bad werden? Wie soll es am Schulcampus/Burgplatz angesichts der geplanten Veränderungen wie Abriss des Altbades, Abriss des ehemaligen Feuerwehrmagazins und ausgedienter Schulgebäude, platziert werden? Wie lässt sich ein neues Bad finanzieren, auch hinsichtlich der Betriebskosten und Instandhaltung?
Dazu gibt es bislang keine überzeugenden Antworten. Die nun in einem Aufruf zu einem Bürgerbegehren enthaltenen Vorschläge halten der CDU-Stadtverband und die CDU-Gemeinderatsfraktion Plochingen für abwegig und stillos. Das städtische Wohngebäude „Alte Spinnerei“ mit 56 Wohnungen wird derzeit dringend benötigt für preisgünstigen Wohnraum und für Belegungsrechte durch die Stadt, bei bekannt zu geringem, vor allem kostengünstigem, Wohnraumangebot. Instandhaltungszuschüsse pauschal zu kürzen, hat Gebührenerhöhungen an anderer Stelle zur Folge. Menschen aus ihren Wohnungen zu vertreiben, weil ein Investor aufwändig renoviert und die Mieten erhöht, steht in keinem Verhältnis zum Bau eines Hallenbades. Es geht bei Wohnungen um ein Grundbedürfnis.
Wir halten das Ansinnen eines Bürgerbegehren zur Finanzirung eines Stadtbades durch Verkauf von dringend benötigtem städtischem Wohneigentum für deplatziert. Soziale Aufgaben, dazu gehört auch ausreichend Wohnraum für alle, sind Pflichtaufgaben einer Kommune.

Reiner Nußbaum, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion
Ralf Krasselt, Vorsitzender CDU-Stadtverband

« Wer den Umstieg auf das Fahrrad will, muß die Radwege attraktiv gestalten CDU diskutiert Fragen zur Strategie der Kommunalarbeit »